Eine Biketour mal anders

Es ist schon wieder ein paar Tage her, aber ich wollte den Bericht doch nicht vergessen. Schließlich war es ein Erlebnis von dem man auch berichten kann.

Ich war von Anfang an, als Rolf mir davon erzählte, Feuer und Flamme. Eine waschechte Mofatour. Kein Roller, kein Highspeed. Einfach nur Mofa.

Als wir auf dem Hof von Best-Mofun ankamen standen sie schon parat für die Tour, aufgetankt und gecheckt. Wir mussten uns nur noch die passende aussuchen. Am liebsten wollte jeder das Modell haben, das er früher einmal gefahren hatte. Bei mir war es die „Hercules N2“ und tatsächlich hatte ich das freudige Glück und durfte diese die ganze Zeit über fahren. Cool.

Rolf war mit seiner Wahl auch relativ zufrieden war es doch ein Vorgänger- Modell von seiner früheren also fast schon ein Oldtimer. Wobei es schon ulkig aus sah Stefan und Rolf die beiden großen Kerle auf so einem kleinen Maschinchen.

Dann hieß es noch auf das „Filmteam“ warten denn es war eine Pressetour. Wir nutzen die Zeit für ein paar gute Bilder und für kleinere Albernheiten, wir sind eben doch noch alle drei Kinder.

Nach eintreffen des Teams wurden die Mofa in einer Reihe aufgestellt und gefilmt. Erst einmal ohne Fahrer. Mit Detailaufnahmen etc. Schade eigentlich das man an das Rohmaterial vom Film nicht dran kommen kann. Wer weiß ob man selbst in dem kurzen Beitrag überhaupt zu finden sein wird. Dabei kam man doch häufiger vor die Kamera.

Bevor es dann endgültig zur Tour los ging umarmten Rolf und ich uns noch. Wer wusste schon ob wir lebend wieder kommen werden? Und ab die Post. Alle Mofa wurden in Fahrt gebracht und teilweise wurde der Start gefilmt. „Und bitte noch einmal...“

Auf der Strecke konnten wir dann Gas geben und es war schön. Im Vergleich zum Roller ist der zwar schneller, aber es kommt bei so etwas nicht auf die Schnelligkeit an. Wir haben zwar auch ein kleines Rennen gefahren bei dem ich gewonnen habe (freu), aber das war nur zum Spaß an der Freude. Nein es kommt viel mehr auf das dahin fahren an. Auf die Gegend die man dabei sehen kann. Der leichte Wind der einem ins Gesicht weht wenn man kein Visier auf hat. Und das man während der Fahrt wirklich noch sehr viel von der schönen Landschaft mitbekommt. Ich glaube bei Regenwetter ist das nix.

Was ich an der Tour genial fand war, das man das feeling von früher hatte mit allen positiven und auch negativen Sachen. Warum ich die negativen auch so toll fand? Das ist eine gute Frage. Es hatte etwas lustiges an sich das es auch Pannen gab. Ich glaube ohne ein paar Pannen wäre es nur halb so schön geworden.

Rolf hatte die erste der Pannen, seine Mofa wurde immer langsamer und so tauschte er mit einem der als Begleitung der Gruppe mitfuhr. Der machte kehrt mit dem defekten Fahrzeug und wollte später wieder mit einem anderen auf die Gruppe treffen. An der Lippe machten wir Rast um zu warten. Das war schön denn die Erinnerung an unserer Kanutour im letzten Jahr lebte wieder auf. Genau da sind wir auch lang gekommen nur eben nicht an Land.

Mit so einer Gruppe zu fahren ist genial auch wenn wir viele nicht kannten, man lernt sich durch die Pannen kennen und lacht miteinander. Es wurde gegenseitig geholfen und soweit klappte alles. Bis wir dann an einer Stelle kamen wo das Kamerateam wieder um Wiederholung bat. Wir mussten also „Stop and go fahren“ und beim wieder starten wollten ein Paar der Maschinen nicht mehr anspringen. Zündkerzen wurden gewechselt und manche wieder am laufen gebracht.

Leider gab es auch ein paar total Ausfälle. Was nicht ganz so schön war. Da hat man sich aber sicherlich etwas zu einfallen lassen. Ersatzmaschinen mussten her etc. ein ziemliches Chaos und die Vermutung liegt eben nahe das es, wären wir durchgefahren, zu nicht ganz so vielen Pannen geführt hätte. Aber wer weiß das schon genau?

Selbst das schöne Gefährt das ich fahren durfte machte schlapp, wie ärgerlich. Aber Rolf war schlau und bekam sie wieder zum Laufen. Gott sei dank. Das ist das schöne wenn man diese „Pannen“ von früher her kennt. Trim dich brauchte am Abend wohl keiner von der Gruppe mehr machen. Denn das „antreten“ der Maschinen kostet schon einiges an Kraft. Es ist also sogar teilweise besser als ein Fitnessstudio. Wir machten es mit Spaß dabei.

In einer Gruppe gemeinsam zu fahren und das als Pulk ist dagegen gründlich schief gegangen. Das haben wir alle wohl irgendwie nicht hin bekommen. Jeder frei nach dem Motto: So wie ich will. Das war gut so nur das wir eben den Wunsch des Kamerateams leider nicht erfüllen konnten. Sie hätten gerne eine schöne Aufnahem davon gehabt wie wir an der Kamera gemeinschaftlich vorbei fahren. Dieses durcheinander fahren was wir veranstalteten war früher nicht viel anders. Mal ehrlich wer ist denn früher in der Gruppe als direktes Pulk gefahren? Also in Reihe und Glied zu zweit nebeneinander wie im Kindergarten?

In einem Restaurant machten wir dann die zweite Rast. Getränke wurden bestellt und so zwischendurch der Popo erholt. (So ein Mofasattel ist doch etwas härter wie der vom Roller.) Im weiteren verlauf der Tour kamen wir wieder an der Lippe raus, aber eigentlich wäre das gar nicht auf unserer Route gewesen jedoch wollte das Filmteam sehen wie wir ,wenn es dann mal in eine Route eingeplant wird die Fähre über die Lippe benutzen. Eine sehr wackelige Angelegenheit die aber auch Spaß machte. Wir hatten Schlachseite. Da war wohl einer zu schwer.

Die Fahrt zurück in die Halle verlief Reibungslos und schön. Es wurde noch der Grill angezündet und ein kleiner Abschluss gefeiert. So langsam verliefen sie sich und wir machten uns auf dem Heimweg.

Es war eine Wunderschöne Tour und sollte mich Jemand mal fragen ob ich noch einmal Lust und Laune dazu hätte: Jederzeit! Das muss man wirklich einmal gemacht habe. Ich kann mir vorstellen das so eine richtige Tagestour noch einiges Interessantes mehr bieten kann. Mit Mofa unterwegs macht Freude.

Weitere Bilder zur Tour hier:
Galerie Mofatour

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