Gestern bei dem schönen Wetter konnten wir es im Haus nicht aushalten. Es zog uns raus. Aber was macht man an einem solch schönen freien Feiertag?
Die Idee von Rolf ein wenig Motorrad zu fahren fand ich super. Ich dachte wie letztes Jahr so ein klein wenig hin und her Düsen, oh ja schön. Den Wind um die Ohren ist einfach herrlich.
So zog ich mir also die übergroße Motorradjacke die ich von meiner älteren Schwester geerbt hatte über (Sie war mal schlanker als ich). Sonnenbrille auf und Helm in die Hand. Festes Schuhwerk konnte auch nicht schaden.
Dann ging es los, die Wundervolle Maschine wurde gestartet und ich setzte mich hinten auf den kleinen Sitz. Der Fahrtwind war schön, die Sonne einfach nur herrlich. Die Umgebung auf der Autobahn eher eintönig. Was sich aber änderte als wir auf die Landstraße abbogen.
Überall neben uns Wald, wunderschöne ältere Häuser hin und wieder mal Das Plätschern eines Flusses und überall dieses Sommer Sonne Gefühl.Was will man mehr?
Der Blick ins Tal wenn man oben auf so einem Berg steht ist einfach umwerfend, die Sicht so weitreichend und tief hinab. Menschen erscheinen einen wenn sie unten stehen wie Ameisen... Schon witzig.
Wir hielten kurz an um die Aussicht zu genießen und Bilder zu machen. Das gehört wohl irgendwie dazu. Andere regten sich auf weil sie glaubten nicht vorbei zu können. Es gibt schon komische Leute.
Weiter ging es über wunderschöne verschlungene Wege in meiner Heimat nannte man solche Straßen auch Huckelpisten.
Am See machten wir Rast. Das Wasser war dort wunderbar klar man konnte die einzelnen Steine erkennen. Dort schwammen die Enten und tauchten nach Resten von Eiswaffeln. Eine Ente war aber ziemlich riesig, braun und hatte anstelle von Federn Fell. Ups, ein großer Hund. Freiwillig lag er im Wasser und wollte gar nicht mehr heraus. Die Besizer warfen dann auf einmal einen kleinen Ball in den See. Der große Kerl schwamm auf dem Ball stopfte sich das Ding in sein riesiges Maul und kam aus dem Wasser.
Dumm nur das genau an der Stelle Rolf saß an der dieses Ungetüm aus dem Wasser kroch und stehen blieb. Da stellte sich mir die Frage, was machen Hunde wenn sie triefend Nass aus dem Wasser kommen. Egal ob jemand neben ihnen sitzt oder nicht. Ja genau, sie schütteln sich. Dieser Hund ganz Hund blieb fast direkt neben Rolf stehen. Schaute zu seinen Besitzern um dann mit einem Kräftigen Schüttelsturm das meiste Wasser aus dem Fell zu bekommen.Und das Wasser flog durch die Gegend. Ich habe nichts abbekommen. Rolf sei dank. Kicher.
Aber es wäre schnell wieder trocken gewesen die Sonne schien schon sehr kräftig. Überall tummelten sich Badegäste, und es fuhren auf dem See Boote. Ich erinnere mich an Berlin wo ich auf dem großen Schiff war und überlegte mir ob das Gefühl der Angst auf so einem Ding auch aufkommen würde oder ob es genauso schnell verfliegen würde.
Nach einer Rast machten wir uns wieder auf dem Weg. Die Rückfahrt war genauso schön wie die Hinfahrt bis zur Autobahn. Danach ging es flott nach Hause. Wobei ich meine Arme und meinen Po schon ganz schön merken konnte.
Es war eine wunderschöne Tour, ich hatte nicht damit gerechnet das wir so weit fahren würden es war wieder etwas besonders schönes für mich das sich von meiner Seite aus gerne Wiederholen darf.