Sonne gewünscht

Eigentlich hätte ich mir Sonne gewünscht das würde die Stimmung vieler Menschen heben. So wie die Tage vor dem kleinen Sturm der die grauen schweren Wolken zu uns schob.

Nur ganz selten wagt sich ein kleiner Strahl der aufgehenden Sonne durch die Wolkenmassen und schimmert auf uns nieder zu schwach um Wärme zu erzeugen. Es ist immer noch Winter, auch wenn wir uns fast alle nach den fröhlichen warmen Sommer sehnen.

Rotkehlchen im ersten Sonnenlicht

Mit der kleinen schwarzen Schnüffelnase voraus geht es wie jeden morgen in den nahe liegenden Park. Meine neuste Macke: Vögel beobachten.

Wie sie auf ihren kleinen Zweigen sitzen und sich vom Wind hin und her schaukeln lassen. Wie sie ihre großen Flügel ausbreiten um im nächsten Moment sich schwungvoll in die Lüfte zu erheben. Wie sie mit ihren hellen klaren Stimmen uns ein Lied zaubern oder aber ein großes lautes Kräh erschallen lassen.

Es ist faszinierend wie schnell sie eine Bewegung erfassen. Ihre Reaktionen ist für mich schade. Kaum bewegt sich der Hund und bringt das Laub unter seinen kleinen Pfoten zum rascheln, sind sie auch schon verschwunden. Gerade noch auf dem Zweig vor meiner Nase schon unterwegs zu einem neuen Platz an dem sie ungestört ihren Gesang fortsetzten können.

Manches mal stimmt es mich traurig das sie so schnell sind. Andererseits könnten mein Hund und ich ihnen auch böses wollen. Wer weiß das schon.

Kleine Kohlmeise auf dem Zweig mit blauem Himmel

Elstern, Gimpel, Spechte und Krähen sind mir besonders aufgefallen durch ihre extreme Schreckheftigkeit. Kaum habe ich sie entdeckt sind sie auch schon wieder unterwegs. Während Kohlmeisen, Rotkehlchen, Amseln und die dicken Tauben das eher gelassen sehen. Es ist schwer diese kleinen Momente der Schreckhaften auf Bild zu bekommen. Entweder ist es verschwommen oder zu weit entfernt.

Selbst bei diesem für uns Menschen abscheulichem Wetter. Singen sie vor sich hin. Sitzen auf ihren Zweigen und schauen sich um. Zum Teil mit dem Nestbau beschäftigt wirken sie sehr fleißig.

Ihre Lieder erklingen und werden mit dem Wind noch weiter getragen. Man kann sie schon von weitem hören aber nicht entdecken. So laufen wir in den Tag und hoffen auf ein wenig blauen Himmel der uns nicht gegönnt wird.

Die Bäume und Sträucher unterwegs wollen uns darauf aufmerksam machen das bald der Frühling Einzug hält. Das erste Grün ist schon zu sehen. Überall strahlen kleine Farbtupfer aus dem tristen Braun hervor. Kleine Knospen fangen an zu wachsen und lassen uns hoffen.

von der Sonne beschienene Krokussblüte

Auf den Boden zurück sehe ich die geschlossenen Krokusse die in den letzten Tagen beim Sonnenschein so farblich schön ihre Blüte präsentierten. Und die Schneeglöckchen an denen ich noch die letzten Spuren des Regens entdecken kann.

Erst Zuhause angekommen zeigt sich die Sonne wieder mit einem kleinen Lichtblitz verschwindet aber genauso schnell wie sie gekommen war. Ein Wechselspiel zwischen dunkel und hell das auf seine ganz spezielle Art wieder nach draußen zieht.

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